Viele Firmen tun sich schwer, gute mobile Learning Lösungen zu entwickeln. Es reicht nicht, einfach web-based Trainings auf mobile Geräte zu übertragen. Anbei 11 Fragen, um gute Lösungen zu konzipieren.


1. Warum brauchen Sie mobile Learning?

Wir erleben viele Firmen, die mobile Learning einführen, weil es andere auch machen. Kein Scherz. Machen Sie sich klar, warum Sie mobile Learning brauchen und welchen Mehrwert Sie sich durch diese Lösung im Gegensatz zu anderen Lösungen erhoffen. Was wäre ein gutes Ergebnis für Sie?


2. Wer sind die Nutzer?

Klären Sie frühzeitig, wer die Nutzer sein werden. Daraus ergibt sich, wie das Lernverhalten, der Lernbedarf uvm. ist.


3. Wie wird die mobile Lernsituation sein?

Mobile ist grundsätzlich gut und sinnvoll. Aber in welchen Anwendungsfällen kommt die Lösung zum Einsatz? Passiert dies zwischendurch auf dem Weg zur Arbeit oder in den Arbeitspausen? Oder wird es doch ganz anders sein?


4. Sind Ihre mobilen Lösungen wirklich mobil konzipiert?

Gelegentlich werden die E-Learning Inhalte 1:1 in der mobilen Lösung angewandt. Bedenken Sie wie groß ein Smartphone ist und wie groß der Monitor am Arbetsplatz ist. Bereits aus dieser Überlegung wird klar: Mobile Lösungen bedürfen eigenständiger Konzepte.


5. Personalisieren Sie?

Die Möglichkeit, die Lernumgebung und das Lernen an sich auf den Lernenden abzustimmen, kann für den Lernerfolg sehr hilfreich sein. Auch die Anpassung von Farbe, Designs oder die Einbindung von Avataren als persönliche Note kann sehr förderlich sein. Bei einem unserer Kunden, war die Einführung von Avataren einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren bei der Akzeptanz durch die Nutzer.


6. Wie relevant ist Ihre Lösung?

Es ist wichtig, dass der Lehrinhalt den Lernenden in seiner Arbeit voranbringt. Stellen Sie sich die Frage, was am Tag nach Abschluss des Trainings für den Anwender anders sein soll. Was wird er besser machen? Sie sollten eine sehr konkrete Antwort haben.


7. Binden Sie den mobilen Anteil in Ihr Gesamtkonzept ein?

Wie gut passt die mobile Lösung zu Ihrer gesamten Fortbildung? Idealer Weise wirkt diese wie aus einem Guss, unabhängig davon, ob Sie blended Learning einsetzen oder andere Möglichkeiten nutzen.

8. Mögen Sie Häppchen?

Die Stärke von mobilem Lernen ist, dass der Lernende in jeder Lebenslage lernen kann. Um das zu realisieren, sollten Lernhäppchen möglich sein, damit man z.B. auch eine kurze U-Bahnfahrt für das Lernen nutzen kann. Häppchen zu konzipieren, stellt jedoch eine andere Herausforderung dar, als längere Videos zu entwickeln. Diese Häppchen müssen kurz, knapp und auf den Punkt gebracht sein. Hat der Lernende mehr Zeit, sollten die Häppchen ohne Weiteres in größere Einheiten eingebunden werden können.

9. Haben Sie Ihre internen Reglungen berücksichtigt?

Dürfen Mitarbeiter die mobile Lernapp auf ihrem Privathandy nutzen? Was passiert, wenn sie während der Pause spielen? Mobiles Lernen führt zu neuen betrieblichen Herausforderungen. Binden Sie den Betriebsrat frühzeitig ein und finden Sie pragmatische Lösungen, die vor allem aus der Sicht der Anwender konzipiert sind.


10. Kennen Sie eierlegende Wollmilchsäue?

Zugegeben eine rhetorische Frage. Aber viele hoffen, genau das in ihrer Software zu finden. Wenn Sie Ihre E-Learning Konzepte entwickeln, überlegen Sie sich, ob Sie eine Lösung haben wollen, die definitiv nicht alles gut kann? Oder beschaffen Sie sich für die Punkte, die für Sie wichtig sind, den für Sie besten Anbieter?


11. Binden Sie Ihre Zielgruppe kontinuierlich ein?

Bei all den spannenden Konzepten und Herausforderungen passiert es leider zu häufig, dass die zukünftigen Anwender selten eingebunden werden. Es ist nicht immer einfach, da Sie mit Widerständen zu rechnen haben und die Anwender auch nicht immer im Vorfeld ihre Anforderungen kennen. Sie erhöhen dadurch die Akzeptant bei den Anwendern und Sie haben von Anfang an Anwender, die mithelfen und mitdenken, die Lösung immer besser zu machen

Beitrag in Netzwerken teilen

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.